Der mündlich-praktische Teil der Jägerprüfung

Im Rahmen der Fortbildungsreihe 2015 für Prüfer  war der mündlich-praktische Teil der Jägerprüfung Mittelpunkt der Qualifizierung und Standardisierung.
Ziel der landesweit durchgeführten fünfzehn Veranstaltungen  ist die Einführung eines didaktisch-methodischen Systems zur Entwicklung von Prüfungsfragen, das einen verbindlichen Rahmen für die Inhalte der Überprüfung im Rahmen der Jägerprüfung auf der Basis der 130 Stunden Pflichtausbildung aufzeigt und damit ein landesweit  vergleichbares Niveau für diesen der  Teil der Jägerprüfung ins Auge fasst.

Grundlage dafür sind die " Leitlinien für die Jägerprüfung", die als konsequente Fortsetzung der " Leitlinien für die Jägerausbildung" die inhaltliche Gültigkeit der Prüfung (Inhaltsvalidität) absichern und Ausbildung und Prüfung als eine organische Einheit verstehen.

Ausbildung und Prüfung gehören zusammen!

 

Das vom Autorenteam entwickelte System war Grundlage für die Entwicklung von Fragen und Handlungsaufforderungen im Rahmen des mündlich-praktischen Teils der Jägerprüfung, die auf eine eindeutige Praxisorientierung zielt, um diesem Prüfungsteil seine ureigne Bedeutung zukommen zu lassen: Überprüfung der "Handlungsfähigkeit sprich Reviertauglichkeit" der Prüfungskandidaten  auf der Grundlage der im Rahmen der Ausbildung angestrebten Kompetenzen für die Ausbildungsfelder (-fächer) 1 - 5, wie sie in den Leitlinien zur Jägerausbildung beschrieben sind.

Grundlage ist der Ausbildungsplan. Ausgangspunkt sind die in den einzelnen Ausbildungsfeldern formulierten Kompetenzen, die mithilfe von jagdlichen Handlungssituationen in der mündlich-praktischen Prüfung überprüft werden sollen. Dazu werden geeignete Prüfungsfragen formuliert, die sich auf Ausbildungsinhalte und – ziele beziehen und durch die Prüfungsrelevanz abgedeckt sein müssen.

Im Leitfaden finden die Prüfenden einen Fragenpool, der als offenes System zu verstehen ist und diese Systematik umsetzt.